Meckerecke

Thema Stadtentwicklung:
Datum 15. Nov. 2021, von Dieter Donner
"Bäume an der Itter und die unterschätzte Flut"


Die Aufregung zu angekündigten Baumfällungen an der Itter ist immer noch groß. Im jüngsten Umweltausschuss Hilden hat die Verwaltung wenig zur Klärung beigetragen. Den Damm weiter als "Deich" zu titulieren ist schon seltsam. Wie es mit den Bäumen weiter geht, liegt zwar vor allem beim Kreis Mettmann, aber wir als Bürger*innen in Hilden sollten weiter wachsam sein. Da der Damm dem Starkregen stand gehalten hat und auch am Schlupkothen-See kaum Schäden erkennbar sind, für die Bäume die Ursache sind, gilt es auch hier die Bäume gegen andere Anlässe zu verteidigen.
Auch die Diskussion zu dem Starkregengutachten sorgte bei den Zuhörern eher für Kopfschütteln. In der Bürgerfragestunde  hatten zwei Anwohner des
Garather-
Mühlenbaches sich bitter darüber beklagt, dass ihr Flutschicksal mit Schäden von mehreren hunterttausend Euro der Stadtverwaltung bisher unbekannt war.
Nach diesem Vortrag enttäuschte die weitere "Debatte". Um die Aussagefähigkeit der Karten wurde heftig gestritten. Dass das Gutachtens aber die Fakten der Juli-Flut außer Acht lässt, wurde nicht diskutiert.
So ist dort nur eine Regenmenge von maximal 90 l/qm eingerechnet, obwohl in Hilden ca. 140 l/qm und im BRW-Gebiet sogar bis zu 180 l/qm niedergegangen sind. Außerdem sollen lediglich "stadtbekannte Schadstellen" zur Überprüfung des Gutachtens herangezogen werden. Damit würden Gefahren übersehen. wie die Wortbeiträge vorher auch gezeigt haben. So  drohen wir hier in Hilden "relativ blind" in weitere Katastrophen zu stolpern. Wir Bürger*innen fordern Wahrhaftigkeit und wirksame Vorsorge!"



Datum September 2021 von Jörg Owsianowski
"prekäre Parksituation"

die tägliche Suche nach einem öffentlichen Parkplatz kostet Zeit und vor allem Nerven
Allzupassend der abgewandelte Möbelhaus-Werbespruch „Parkst Du schon oder suchst Du noch“
Für Anwohner, die nicht über eigene Parkmöglichkeiten verfügen ein stressiges Unterfangen.
Nur hat ein Anwohner grundsätzlich keinen Anspruch darauf, dass Parkplätze auf öffentlichem Grund in seiner Gegend erhalten bleiben.
Anstatt der steigenden Parkraumproblematik entgegenwirken, werden durch Baumpflanzungen, Fahrradstraßen zusätzlich Parkmöglichkeiten geopfert.
Das hilft der Umwelt, hilft aber nicht den Anwohnern, die auf ihr Auto angewiesen sind.
Verschärft wird die Parkproblematik durch Hildens-Baupolitik.
So sieht z.B. der Plan für die Hofstraße 150 lediglich 28 Anwohnerstellplätze für 37 Wohneinheiten vor.
Das bezahlbare Wohnungen für Normalverdiener fehlen, ist unbestritten, doch Zubauen von Frei- und Grünflächen, wo es nur geht, sorgt nicht gerade für Entspannung.
Zumal es in Hilden leider nicht darum geht was für wen gebaut wird, sondern nur das gebaut wird



Datum 4.Sep. 2021, von Gabi Koenig
"Verdrängen, vergessen und die Zukunft verbauen"

Eine Erkenntnis aus dem letzten Starkregenereignis mit vielen vollgelaufenen Kellern und mehr sollte auch für CDU und SPD im Hildener Rat sein, dass Bodenversiegelung und unterdimensionierte Kanäle zu Überflutungen führen. Aber wenn es ums Bebauen geht, ist sich die Hildener CDU-SPD-Groko schnell einig. Die Debatte um 7 Parkplätze dauerte dagegen über eine Stunde! Versiegeln hilft übrigens dabei – so unser Baudezernent –  Wasser gezielt ableiten zu können. Nur was ist, wenn Itter, Hoxbach und Garather Mühlenbach schon randvoll sind und das Wasser aus den Kanälen hochdrückt? Die Schäden sollten mal öffentlich diskutiert werden. Die Lückenbebauung am Gerhardt-Hauptmann-Hof gibt nun das Startsignal, ohne Rücksicht auf die Nachbarbebauung erst recht zu klotzen und zu versiegeln. Am Hoxbach an der Richard-Wagner-Straße, an der Hofstraße, am Buchenweg und so weiter. So kann es aber nicht weitergehn mit CDU und SPD im Stadtrat und mit einer bürgerfernen Verwaltung, sonst werden wir die Folgen wieder krass zu spüren bekommen! Das Klimaschutzgesetz und alle Empfehlungen, Stadtplanung im Hinblick auf Hitze und Starkregen umzusetzen, werden bewusst ignoriert. Da fragt man sich schon, warum!?



Datum 31. Aug. 2021, Familien Beuster, Theis, Palentin, Dommitzsch und Müller
"Hochwasser in Hilden – das nächste kommt bestimmt!"

Das vergangene Hochwasser-Ereignis in Hilden vom 14. Juli verursachte auch im Hildener Süden nasse und feuchte Keller. Der Garather Mühlenbach trat erwartungsgemäß über die Ufer, die Itter lief über und die Kanäle hier im Süden sind sowieso „unterdimensioniert“ – O-Ton Straßenbau Hilden. Im ganzen Land erkennt man, dass versiegelte Städte absaufen. Im ganzen Land? Nein, in Hilden immer noch nicht, da wird munter weitergebaut. Hofstraße 150: Die „kleine Lösung“ ergibt 37 Wohneinheiten und es wird ausgerechnet da versiegelt, wo noch der Boden viel Wasser aufnehmen kann, welches dann aber runter Richtung Karnaper Straße und Diesterwegstraße fließen wird zum tiefsten Geländepunkt. Fröhliches Plantschen in der Süder Wanne? Nicht nur wir – Anwohner der Schürmannstraße und der Karnaper Straße – können drauf verzichten!



Datum 15. April 2021, von Jörg Owsianowski
"Kronengarten"

Lieferstraßen befinden sich häufig auf der Rückseite von Geschäften
Bis vor rund 15 Jahren war auch der Kronengarten eine sogenannte Liefer- und Zufahrtstraße zu Geschäften und Parkplätzen.
Doch dann beschloss man, den weniger schönen „Hinterhof“ in eine „Shoppingmeile“ umzugestalten…
So weit, so gut….oder auch eben nicht.
Die Fläche einer Stadt ist von herausragender Bedeutung. Starr im Angebot und nicht erweiterbar.
Peinlich jetzt festzustellen, dass die rund 9 Meter Straßenbreite für eine gleichzeitige Nutzung des Andienungsverkehr mit Lkw, Zufahrt zu den Parkplätzen bzw. Parkhäusern, Anliegerverkehr, Rad- und Fußverkehr nur bedingt miteinander verträglich ist. Hätte man das nicht wissen müssen?
Die Erkenntnis von heute ist das Kind eines Irrtums von gestern.
Aber was bringt´s?….Auch heute sprechen städtische  Entscheidungsträger*innen  von einer nachhaltigen, klima- und fahrradfreundliche Stadtentwicklung, was folgt ist aber eher eine exzessive Bebauung mit  allen daraus resultierenden Nachteilen.



Datum 1. März 2021, von Cordula Manns 
„Wohnungsbau in Hilden“ 

Wohnraum ist knapp, natürliche Flächen aber auch – das Dilemma in Hilden
Der Bau von Wohnungen geht besonders zu Lasten des Stadtgrüns.
Vor der letzten Kommunalwahl waren sich alle Parteien darin einig, alternative Konzepte umzusetzen.
Gemeint war die Bebauung mit Gebäuden im Inneren von bestehenden Siedlungen, anstatt auf wertvollen Flächen am Siedlungsrand.
Dabei sollten unbebaute – und meistens bereits erschlossene – Flächen noch bebaut, gleichzeitig aber Grünflächen beibehalten und weiterentwickelt werden.  So könnten offene Flächen am Stadtrand geschont werden und zu einer klimaneutralen Stadtentwicklung beitragen.
Die Vergesslichkeit des Menschen ist aber etwas anderes als die Neigung einiger Politiker, sich nicht mehr erinnern zu können.
Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Hildener Stadtrat stellt man leider immer wieder fest: „Ewig grüßt das Murmeltier“



Datum 5. Februar 2021, von Jens Jerzembeck
Wohnbaufläche „Hofstraße 150 inklusive Hinterland“

Prima Klima in Hilden, aber wohl nicht mit der CDU!
Mit einem historischen Erfolg hat die CDU die zurückliegende Kommunalwahl abgeschlossen. Niemals zuvor konnte die CDU fast alle Direktmandate für sich entscheiden. Damit stellt die CDU die größte Fraktion im Rat der Stadt Hilden.
Die Ziele, die sich die CDU gestellt hat, sind beeindruckend. Unter anderem möchte sich die CDU einsetzen für den Erhalt von Grün- und Freiflächen im Stadtgebiet. Die Verbesserung des Stadtklimas, nachhaltige Bauprojekte und die Verhinderung der CO-Pipeline standen im Wahlkampf ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste der Partei.
Nun hat der Stadtentwicklungsausschuss der vorliegenden Beschlussvorlage zur Wohnbaufläche „Hofstraße 150 inklusive Hinterland“ mit den Stimmen der CDU zugestimmt. Damit wird die im Jahr 2018 bestätigte Beschlussvorlage widerrufen. Die CDU widerspricht plötzlich kurz nach der Wahl den eigenen Grundsätzen. Da die CDU seinerzeit für die damalige Beschlussvorlage gestimmt hat, ist es für die Bürgerinnen und Bürger unverständlich, warum jetzt von diesen vormaligen Prinzipien abgewichen wird. Neue Besen kehren gut? Vielleicht, frei nach dem Motte „Natur raus und Beton rein“?
Es ist beeindruckend und erschreckend zugleich zu sehen, wie im Hildener Süden durch vergangene, aktuelle und zukünftige Bebauungsplanungen der Grad der Flächenversiegelung von naturnahem Lebensraum prozentual höhere Werte zu erreichen scheint, als die Vernichtung des Urwaldes in Brasilien. Das muss man erst mal schaffen!
Bezogen auf die eigenen Ideale, die die CDU noch im Wahlkampf den Bürgerinnen und Bürgern nahegebracht hat, scheint sich die CDU heute anscheinend nicht mehr im Wort und in der Pflicht zu sehen. Ein ähnliches Verständnis wurde mir auch vom Ratsmitglied meines Wahlbezirkes vermittelt.
Besonders spannend liest sich die Beschlussvorlage dahingehend, dass der neu geschaffene öffentlich geförderte Wohnraum bevorzugt auch von Personen aus systemrelevanten Berufen genutzt werden soll. Bedingt durch die geplanten Lärm- und Klimaschutzmaßnahmen stellt sich die Frage, warum gerade für diese Personengruppen kein Schutzkonzept nach dem Stand der Technik umgesetzt werden soll? Auf eine Lärmschutzwand zur Eisenbahnstrecke wird in der neuen Beschlussvorlage trotz vorliegendem Lärmgutachten verzichtet. Es erweckt bei den Bürgerinnen und Bürgern den Eindruck, dass für die avisierten zukünftigen Nutzer der festgestellte Schutzbedarf dann doch nicht so wesentlich erscheint.
An dieser Stelle ist auch darauf hinzuweisen, dass der vorgesehene passive Lärmschutz bedingt durch die Bauweise und eine lärmreduzierende Aufstellung der Häuser ebenso signifikante Auswirkungen auf das örtliche Windregime haben wird. Barrieren für den Schall stellen ebenso Barrieren für den Wind und das Klima dar. Berücksichtigt man die in der Planung vorgesehene noch dichtere Versiegelung und die noch nicht vorgesehenen Parkplätze für Besucher, ist davon auszugehen, dass hier vorsätzlich ein regionaler Hotspot entstehen wird. Direkt betroffen von dieser neuen kritischen Klimasituation sind auch die Anlieger der benachbarten Grundstücke.
In der neuen Beschlussvorlage wird noch einmal auf die privaten Grundstücke an der Einfahrt zur Hofstraße 150 hingewiesen. Es stellt sich an dieser Stelle die simple Frage: Warum werden diese privaten Grundstücke mit in die Planungen einbezogen? Stehen hier möglicherweise individuelle, private Interessen im Vordergrund, die keinen direkten Bezug zum ursächlichen Bebauungsprojekt haben? An dieser Stelle kann man sich solchen Gedankengängen leider nicht verwehren. Es scheint, als wolle die CDU unter allen Umständen für öffentlich geförderten Wohnraum naturnahen Lebensraum vernichten unter Billigung extrem hoher Erschließungskosten. Rein ökonomisch betrachtet lässt diese Initiative den Bürger mit vielen offenen Fragen allein zurück.
Oder liegt es möglicherweise daran, dass in Bezug auf das aktuelle Bauprojekt die Zahl der direkt betroffenen Bürger keine kritische Masse erreicht bzw. keine politisch relevante Personengruppe betrifft? Hofstraße 150 ist ja nicht der Hambacher Forst.
Dass ein Umdenken durchaus möglich ist, zeigen andere vormalige Bebauungsplanungen in Hilden. So z.B. die geplante Bebauung des Spielplatzes „Am Bruchhauser Kamp“. Die Planung wurde intensiv diskutiert. Die Planungen zum Bau eines Mehrfamilienhauses für ebenfalls öffentlich geförderten Wohnraum wurden allerdings wieder eingestellt, obwohl die Gegend zahlreiche alternative Spielmöglichkeiten bietet. Möglicherweise hatten die vormalig betroffenen Anlieger die richtigen Argumente oder sie waren vielleicht einfach besser vernetzt gewesen?
Spannend ist auch die Tatsache, dass im Gespräch bisher kein Ratsmitglied aus der CDU gefunden werden konnte, das sich persönlich für die Bebauung ausspricht. Schriftliche Anfragen wurden von der CDU-Fraktion wiederholt nicht beantwortet.
Für eine lebenswerte Stadt Hilden würde ich es sehr begrüßen, wenn die Fraktionen die grundsätzlichen Überlegungen zum Bauplanungsprojekt Hofstr. 150 noch einmal überdenken würde, so dass für alle Bürgerinnen und Bürger die bestmögliche nachhaltige Lösung gefunden wird, auch im Sinne der nachfolgenden Generationen.
„Du wirst morgen sein, was du heute denkst.“



 
 
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