Ein leidiges Thema das immer wieder zu heftigen Diskussionen bei unserem Stammtischtreffen führt.
Der Bürgerverein  unterstützt Maßnahmen gegen zu schnell fahrender Autos in  Wohngebieten.
Die Overbergstraße ist eine teilweise verkehrsberuhigte Durchgangsstraße und eine wichtige Verbindung zwischen Richrather Straße und dem
Wohngebiet Bruchhauser Weg / Bolthaus/Sprangerweg. Gleichzeitig wird sie im Berufsverkehr als Ausweichstraße benutzt.
Immer wieder wird das zu schnelle Durchfahren der Straße kritisiert.
Die Polizei hat schon mehrmals auf Initiative des Bürgervereins Verkehrsmessungen durchgeführt.
Diese lieferten aufschlussreiche Fakten. Etwa, dass es viele Anwohner des Wohngebietes Bruchhauser Weg /Bolthaus/Sprangerweg sind, die hier
durchfahren. Gleichwohl sei ein erheblicher Teil tatsächlich zu schnell, wobei dieses "zu schnell" auch wieder relativ ist. Richtig ist, dass in einem
verkehrsberuhigten Bereich deutlich unter 20 km/h gefahren werden muss. Doch hätten Kontrollen gezeigt, dass - ausgehend von
Geschwindigkeiten ab 19 km/h - „30 Prozent der Fahrzeuge hier zu schnell sind." Dieser Teil fahre zwischen 25 und 40 km/h.
Verkehrsberuhigte Bereiche haben in der Regel keinen deutlich sichtbaren Gehsteig. Für Autos im Gegenverkehr wird es auf der schmalen Straße
schon eng.  Da bleibt wenig Platz für Fußgänger oder spielende Kinder.
Was kann die Stadt tun? Welche Form der Verkehrsberuhigung ist die Richtige?
Mehr Warnschilder?
Aggressive Straßenmarkierung?
Straße sperren?  Einbahnstraße?  Würde das Problem auf andere Straßen verlagern.
Aufpflasterungen?  Sind zum Teil vorhanden.
Fahrbahnschwellen? Wären sehr effektive Mittel zur Verkehrsberuhigung. An Ausfahrten oder an Zufahrten zu Sicherheitsbereichen erzwingen Sie
eine schnelle Absenkung des Verkehrstempos.
Nachteile?- Lärmbelästigung bei Überfahren, ungünstig bei Krankentransporten -
Blumenkübel? Oder andere Hindernisse können verhindern, dass schneller gefahren wird, führt aber oft dazu: Wer ist zuerst daran vorbei.
Dass die Suche nach einer Lösung schwierig werden wird, ist allen klar.
Derzeit wird die Variante mit Fahrbahnschwellen „Krefelder Kissen“ favorisiert

Könnten auch die Anwohner etwas  tun?

Die Grundstücke, aber nicht die Häuser liegen unmittelbar an der Overbergstraße.
Die Grundstückseingrenzung, sei es nun Hecken oder Zäune, könnten auf ein überschaubares Maß reduziert werden. Somit wäre eine bessere
Übersicht für alle gegeben.


Anmerkung:
Ein verkehrsberuhigter Bereich nicht dasselbe wie eine Spielstraße, auch wenn auf dem Schild spielende Kinder abgebildet sind.
Dies wird gern verwechselt.
Im verkehrsberuhigten Bereich sind alle Teilnehmer gleichberechtigt, deshalb ist das Auto auch auf dem Schild. Hier hat keiner Vortritt - weder das
Auto vor dem Fußgänger noch umgekehrt. Stattdessen gilt gegenseitige Rücksichtnahme.  Insofern haben Eltern eine gewisse Erziehungs- und
Aufsichtspflicht, wenn sie ihre Kinder auf der Straße spielen lassen.
In einer "echten" Spielstraße hingegen ist überhaupt kein Fahrzeugverkehr erlaubt.

Lieber Autofahrer!
Früher war es selbstverständlich, dass Kinder auf der Straße spielten.
Heute ist es selbstverständlich, dass sie es nicht tun.
Sorgen Sie dafür, dass sich Kinder zumindest in verkehrsberuhigten Bereichen wieder ungefährdet aufhalten können.



Bürgerverein Hilden Süd e.V.
Raserei in Wohngebieten