Bürgerverein Hilden Süd e.V.
Dichtheitsprüfung
Seit fast 4 Jahren geistert das Gespenst "Dichtheitsprüfung" umher und verschreckt die  Bürger .
Wer muss  bis wann wie was machen?
Abwasserleitungen müssen dicht sein, damit kein Abwasser austritt und die Umwelt belastet und damit kein Fremdwasser in den Kanal eintritt. Eigentlich verständlich und sinnvoll.
Experten raten aber davon ab, voreilig zu handeln, nachdem das Land NRW im März 2013 den Beschluss gefasst hat, die Dichtigkeitsprüfung nur noch in Wasserschutzgebieten zwingend vorzuschreiben.
Außerhalb dieser Zonen wurde es den Gemeinden überlassen, eigene Regelungen zu treffen.
Also Ruhe bewahren?
Na ja - nun liegt ein großer Teil des Hildener Südens in einer Wasserschutzzone und diese müssen bis 31.12.2015 die Dichtheit nachgewiesen haben.
Der Haken an der Sache ist: Eigentlich ist dieses Wasserschutzgebiet nur bis 31.01.2016 als Wasserschutzgebiet ausgewiesen. Also gerade mal einen Monat länger als die Verpflichtung zum Nachweis der Dichtigkeit.
Mal davon abgesehen, dass mehrere ehemalige Mülldeponien mitten im jetzigen Wasserschutzgebiet liegen.  Auch wenn alle Abwasserleitungen undicht sein sollten, die jetzt vorhandenen, zugeschütteten Mülldeponien würden das Grundwasser eher gefährden - und dann ist da ja noch die CO-Pipeline!
Ob man um die Dichtigkeitsprüfung  herum kommt, steht aber in den Sternen.
So antwortete die Bezirksregierung Düsseldorf auf Anfrage:

Wie Ihnen bekannt ist, tritt die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Festsetzung eines Wasserschutzgebietes für das Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlage Hilden-Karnap der Stadtwerke Solingen - Wasserschutzgebietsverordnung Hilden-Karnap  - vom 16. Dezember 1975 mit Ablauf des 31.Januar 2016 außer Kraft.
Rechtzeitig vor Auslaufen dieser Wasserschutzgebietsverordnung werde ich prüfen, ob es aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit weiterhin bestimmter Verbote, Beschränkungen und/oder Duldung- und Handlungspflichten bedarf, um das Grundwasser im Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlage Hilden-Karnap im Interesse der öffentlichen Wasserversorgung vor nachteiligen Einwirkungen zu schützen.
Gegebenenfalls werde ich dann den Entwurf einer entsprechenden Wasserschutzgebietsverordnung erarbeiten. Zu diesem Entwurf erhalten die betroffen Träger öffentlicher Belange sowie die anerkannten Naturschutzvereinigungen anschließend die Gelegenheit zur Stellungnahme.
Darüber hinaus würde ich diesen Entwurf in den betroffenen Gemeinden öffentlich auslegen, so dass jeder, dessen Belange durch das Wasserschutzgebiet berührt würden, Einwendungen erheben kann.
Erst dann kann ich - unter Einbeziehung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen sowie der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und den anerkannten Naturschutzvereinigungen - die öffentlichen und privaten Belange gegeneinander abwägen und entscheiden, ob und gegebenenfalls mit welchen konkreten Verboten, Beschränkungen, Duldungs- und Handlungspflichten (weiterhin) ein entsprechendes Wasserschutzgebiet festgesetzt wird.
Wasserschutzzonen
Stadt Hilden